FORUM
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Das
Festival für NEUE MUSIK und aktuelle Kultur FORUM WALLIS <<>>
FORUM VALAIS bietet geradezu ein Feuerwerk an zeitgenössischer
Kultur im Wallis. Es arbeitet mit dem Ziel, neue künstlerische Wege
mittels Uraufführungen, nationalen und internationalen Kooperationen,
Schularbeit und kulturpolitischen Diskussionen vorzustellen, zu diskutieren
und zu vernetzen.
Das
FORUM
WALLIS
wird in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl Institutionen von der 'IGNM-VS'
(Internationale Gesellschaft für Neue Musik, Sektion Wallis)
getragen und erlebte seit 2006 5 Austragungen in Brig, Visp,
Sierre, Sion, Martigny sowie in den Dörfern Fiesch, Simplon,
Eischoll, Agarn, Feschel und Saas Balen.
Javier
Hagen, Präsident IGNM-VS, Leitung FORUM : : WALLIS <<>>
FORUM : : VALAIS
Christophe Fellay, Vizepräsident IGNM-VS
Marie-Noële Guex, IGNM-VS
Manuel Mengis, IGNM-VS
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GESCHICHTE
UND ENTWICKLUNG DES FORUM
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Das
Festival 'FORUM WALLIS <<>> FORUM VALAIS'
wurde 2006 unter der Leitung von Javier Hagen und der ad interim-Trägerschaft
der Kleinen Konzertreihe Oberwallis (kko) ins Leben gerufen. Die kko
wurde in den späten 70er Jahren von Musikern und Musikstudenten
gegründet, um jungen oberwalliser Musikern eine Plattform zu bieten.
Unter dem Präsidium von Stefan Ruppen, Alex Rüedi, Christine
Brigger, Daniel von Hoff und Andreas Zurbriggen unterstützte die
kko zwischen klassischer Kammermusik, Jazz oder den ersten Auftritten
der Sopranistin Rachel Harnisch und der Perfomancekünstlerin Erika
Stucky ein denkbar breites Spektrum an Konzerten zunächst im ganzen
Oberwallis, dann konzentriert im Briger Kellertheater. Mit dem 'FORUM
WALLIS <<>> FORUM VALAIS' ist sie ein temporäres
Wagnis eingegangen, das die 'kulturelle Wertschöpfung im Wallis'
mit Musikaufführungen, Performances, Kunstausstellungen und Podiumsgesprächen
ins Zentrum rückt. Die nationale Medienbeachtung, sowie die breit
abgestützten Partnerschaften lassen aufhorchen: Die Gewichtung
der Walliser Gegenwart in ihrer künstlerischer Gesamtheit und Vielseitigkeit
tragen in kürzester Zeit ihre Früchte. Mit der Gründung
der IGNM-VS (Internationale Gesellschaft
für Neue Musik Sektion Wallis) am 8. Juni 2011 erhält
das 'FORUM WALLIS <<>> FORUM VALAIS' eine
feste Trägerschaft. Das'FORUM WALLIS <<>> FORUM
VALAIS' gilt mit über 40 Produktionen jährlich als
eines der wichtigen Festivals für Neue Musik der Schweiz. Die IGNM-VS
ist sowohl Mitglied der IGNM Schweiz als auch Mitglied des weltweiten
Dachverbandes International Society for Contemporary
Music ISCM, der ältesten internationalen Dachorganisation zur
Förderung der Neuen Musik. Die IGNM/ISCM
ist eine der bedeutendsten musikkulturellen Gesellschaften der Welt
und geht auf eine Initiative der "Zweiten Wiener Schule" während
der Salzburger Festspiele 1922 zurück. Zu ihren Gründungsmitgliedern
gehörten die Komponisten Bela Bartok, Paul Hindemith, Arthur Honegger,
Darius Milhaud, Zoltan Kodaly, Maurice Ravel, Alban Berg, Arnold Schönberg,
Igor Strawinsky und Anton Webern. Deren Gründungspräsident
war Richard Strauss. Die ISCM/IGNM verfügt
über 49 internationale Sektionen in einzelnen Ländern und
organisiert die alljährlich in einem anderen Land stattfindenden
Weltmusiktage (World New Music Days). Ihr aktueller Präsident ist
der Australier John Davis, aktueller Präsident der IGNM Schweiz
ist Nicolas Farine (Neuchatel). Den Vorstand der IGNM-VS
bilden vier international tätige Walliser Musik- und Klangkünstler:
Christophe Fellay (Martigny), Marie-Noële Guex (Sion), Manuel Mengis
(Visp), Javier Hagen (Präsident, Brig/Leuk). |
HINTERGRÜNDE
NACH
WELCHEN GESICHTSPUNKTEN DAS FORUM WALLIS PROGRAMMIERT
Das
FORUM WALLIS definiert das Wallis als ökonomisches
Loch: peripher gelegen, geographisch gesplittet, im absoluten Vergleich
zur internationalen Konkurrenz hohe Minimalpreise, hoher Braindrain.
Analog zum modernen Walliser Weinbau
geht das FORUM
WALLIS davon aus, dass mittel- und langfristig kulturelle
Erzeugnisse aus dem Wallis nur überleben können, wenn sie
1. im Hier und Jetzt verankert sind, dh. zeitgenössisch, 2. mit
der Landschaft Wallis verbunden und 3. strukturell sowohl lokal als
auch international (und nicht in erster Linie national) vernetzt sind.
Die Konzentration mehrerer Neuproduktionen in einem Festival reduziert
die Logistikkosten für die 'création' auf ein Minimum. Mit
zeitgenössischer Walliser Kultur, sie kann elitär wie populär
ausgerichtet sein, bindet man einheimische Kompetenzen, investiertes
Bildungskapital kommt über verschiedene Wege zurück; zeitgenössische
Walliser Kultur hilft mit, die lokale Identität einer ökonomisch
gefährdeten Landschaft zu stärken.
Das FORUM
WALLIS steht mit seinem Konzept einzigartig in der Schweiz:
Festivals in derselben Grössenordnung mit klassischer, zeitgenössischer
oder spartenübergreifender Programmierung sind, ob kommerziell
oder nicht, national oder international ausgerichtet – regional
programmierende Festivals sind in der Regel nicht zeitgenössisch
orientiert. Vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise gewinnt
die Struktur des FORUM
WALLIS an zusätzlicher Brisanz: antizipiert sie
doch die auf die Kantone zukommenden Aufgaben modellhaft und beweist,
dass es durch eine taktisch kluge mediale und künstlerische Vernetzung
möglich ist, selbst mit vergleichsweise bescheidenen Budgets und
schlankem Management interessante, erlebnisreiche und inhaltlich wertvolle
kulturelle Programme mit nationaler und internationaler Ausstrahlung
zu realisieren. |